Veröffentlichungen

7. August 2020

Wald schützen – Verhaltensregeln bei Waldbrandgefahr

Wie in weiten Teilen Deutschlands ist die Waldbrandgefahr auch in Hessen durch die anhaltende Trockenheit enorm gestiegen. Seit gestern gilt für den Waldi Hessen Gefahrenstufe A! Aufgrund der Ausrufung der zweithöchsten Gefahrenstufe sind alle im Forst Bediensteten in großer Alarmbereitschaft.
15. Juli 2020

Wir alle sind auf ein gesundes Ökosystem Wald angewiesen

Der Wald leidet, den Waldbauern brechen die Einnahmen weg. Doch die Liste der Aufgaben und teilweise extrem kostenintensiven Verpflichtungen bleibt bestehen. Dazu gehören auch die Verkehrssicherungsverpflichtungen entlang Straßen und Wegen. Dem gerecht zu werden, ist vielen Waldbauern vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Misere jedoch nicht mehr möglich. Es drohen daher vermehrt Waldsperrungen, denn wie gefährlich das Betreten aktuell ist, zeigt sich am Beispiel der Buchenwälder. Ganze Waldteile zeigen abgängige Buchen. Abgängig bedeutet in diesem Fall, dass die Bäume über einen längeren Zeitraum absterben.
7. Juli 2020

„Der Wald gibt uns allen so viel – nun ist es an der Zeit ihm etwas zurück zu geben“

Die Lage des Waldes ist katastrophal: Trockenheit, Stürme, Borkenkäferbefall, Fördermittel, die auf sich warten lassen. Die Liste der Probleme ist lang. Darüber hinaus erfährt er für all die vielen Leistungen, die er für Mensch, Umwelt und Wirtschaft erbringt, viel zu wenig Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Damit sich das ändert, müssen die großen Informationslücken zwischen Forstwirtschaft, Politik und Gesellschaft geschlossen werden. Die Initiative LAND.SCHAFFT.HESSEN setzt mit Unterstützung des Hessischen Waldbesitzerverbandes e.V. an diesem Punkt an: In Form von zwei Videos wird die prekäre Lage und das Ausmaß der Waldschäden veranschaulicht. Eines stellt die Situation der Privatwaldbauern vor und eines zeigt die problematische Situation des Kommunalwaldes an Hand eines Betriebes aus dem Hochtaunuskreis in Hessen.
19. Juni 2020

Hessens Wälder in Not – Waldbesitzer brauchen schnelle Hilfen

Hessens Wälder sind so stark von Borkenkäfern befallen wie niemals zuvor. Die Population der Schädlinge sei "auf eine bislang nicht dagewesene Größe angewachsen", teilte der Hessische Waldbesitzerverband Mitte Juni mit. In einigen Regionen werde die Fichte von den Borkenkäfern derzeit "buchstäblich aufgefressen und in den nächsten Jahren verschwinden", so die Vertretung der privaten und kommunalen Waldbesitzer in Hessen.
15. Juni 2020

Es geht nicht um „entweder-oder“

Die intensive Landwirtschaft versucht mit Hilfe von industriellen Mitteln pro Flächeneinheit bzw. pro Tier einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen, wobei technische und wissenschaftliche Innovationen zum Einsatz kommen. Dafür wird sie immer wieder stark kritisiert. Im Sinne der ökologischen Philosophie wird eher auf eine extensive Landwirtschaft gesetzt, bei der Flächen weniger „intensiv“ genutzt werden und weniger Tiere pro Quadratmeter gehalten werden. Liest man den „Bericht zur Lage der Natur“, den Umweltministerin Svenja Schulze am 19. Mai veröffentlichte, könnte man meinen, die intensive Landwirtschaft sei für alle Probleme, die Umwelt betreffend, verantwortlich. Dieser Bericht bereitete gewissermaßen den Weg für die Strategien der EU-Kommission, die einen Tag später, am 20.05.2020, im Rahmen des „Grünen Deals“ in Brüssel vorgestellt wurden.
8. Mai 2020

Der Wald als Klimaretter – Mehr Bäume könnten wesentlich dazu beitragen, die Erderwärmung langfristig auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen

Bäume entziehen beim Wachstum der Atmosphäre Kohlendioxyd und wandeln es durch Photosynthese in Sauerstoff und Zucker um. Die Zucker braucht der Baum zum Wachsen. Er produziert daraus Blätter, Holz und Wurzeln. Den Wäldern wird weltweit eine große Bedeutung beim Klimaschutz beigemessen. Sie sind nach den Meeren die größten Kohlenstoffspeicher der Erde und sie sind durch ihr Wachstum Kohlendioxyd-Senken. Laut einer Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich könnte die Erde ein Drittel mehr Wald beherbergen, ohne dass Städte oder Agrarflächen davon negativ beeinflusst würden. Wenn man bis 2050 die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen einschränkt, sowie eine Milliarde Hektar Land mit Bäumen neu bepflanzt, ist es möglich, das vom Weltklimarat (IPCC) gesteckte Ziel der langfristigen Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius doch noch zu erreichen. Die Wissenschaftler haben keine Zweifel daran, dass das in den nächsten 30 Jahren umsetzbar ist. Der Wald hat das Potenzial zwei Drittel der vom Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen zu kompensieren.
27. April 2020

Der Wald: Verlierer auf ganzer Linie

Die anhaltende Trockenheit macht der Land- und Forstwirtschaft in diesem, wie auch in den vergangenen Jahren, schwer zu schaffen. Die Bauern fürchten um ihre Ernten, denn ohne ausreichend Niederschlag können die Aussaaten nicht bis Sommer bzw. Herbst gedeihen. In den Wäldern sind die Auswirkungen von nicht minder schwerem Ausmaß:
20. April 2020

Der Bundesrat bestätigte: Die neue Düngeverordnung weist Mängel und Lücken auf

Die seit April 2020 geltende neue Düngeverordnung bereitet vielen Landwirten große Schwierigkeiten. Die von der Bundesregierung verteidigte Ausweisung der „roten Gebieten“ ist aus Sicht der Landwirte nicht differenziert genug. Dadurch sind auch Betriebe von den verschärften Bestimmungen betroffen, die nicht für die zu hohe Nitratbelastung im Grundwasser verantwortlich sind. Auch den Landwirten ist der Schutz des Grundwassers sehr wichtig. Nur eine hohe Qualität des Wassers sichert auch qualitativ hochwertige Produkte. Außerdem leben die meisten Landwirte in den „roten Gebieten“ und haben natürlich auch ein persönliches Interesse daran, dass ihre Familien und Mitbürger nicht durch zu hohe Nitratbelastungen im Boden benachteiligt werden. Im Klartext heißt das: Auch die Landwirte befürworten eine Reduzierung der Düngung. Doch es ist eine präzisere Binnendifferenzierung notwendig. Die von der Bundesregierung beworbenen Messstellen sind nicht ausreichend, da sie zu pauschale Ergebnisse liefern. Daher ist es dringend erforderlich genau zu prüfen, wo die Düngung um wie viel Prozent reduziert werden muss.