Veröffentlichungen

27. Februar 2020

„Ungleiches Deutschland“: Zahlen lügen nicht!

„Für ein Deutschland in dem wir gut und gerne leben“ – So lautet der Titel des Regierungsprogramms von CDU und CSU für die aktuelle Legislaturperiode, also die Jahre 2017 bis 2021. Dabei scheint es doch dieses eine Deutschland, von dem immer geredet wird, in dieser Form gar nicht zu geben. Der jüngst vorgelegte Sozioökonomische Disparitätsbericht „Ungleiches Deutschland“ der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt, dass in unserem Land längst nicht alle vom wirtschaftlichen Wachstum und den innovativen Industrien profitieren. Zwar stehen wir im internationalen Vergleich und auch gegenüber vielen unserer europäischen Nachbarn gut dar, doch ein großer Teil der deutschen Bevölkerung, insbesondere in den ländlichen Regionen, ist auf Grund diverser Faktoren schlichtweg abgehängt gegenüber anderen Mitbürgern. Das Erschreckende daran ist, dass die Zahlen eine immer stärker zunehmende Spaltung aufzeigen, anstatt dass sich reichere und ärmere Regionen langsam aufeinander zu bewegen. Diese Mammut-Aufgabe muss von Bund und Ländern endlich neu geregelt angegangen werden, damit nicht nur die Lebensqualität in vielen Orten steigt, sondern auch deren Zukunftsaussichten und Fortbestand wieder gesichert sind.
19. Februar 2020

Wunder gibt es immer wieder: Angeblich beschert Vodafone dieses Jahr noch 2 Millionen hessischen Haushalten ultraschnelles Internet

Hessen will Vorreiter beim Thema Digitalisierung sein – Vielleicht merken wir jetzt endlich etwas davon?! Bei ihrem Amtsantritt vor etwas mehr als einem Jahr versprach die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, nicht nur einen schnelleren und besseren Internetzugang für Hessens Schulen, sondern auch für den ländlichen Raum. Jedoch ist bislang beim Thema flächendeckenden Ausbau von Glasfaseranschlüssen wenig bis gar nichts passiert. „Der spürbare Nutzen“, von dem Sinemus immer wieder sprach, lässt weiter auf sich warten. Geändert hatte sich im Grunde nur, dass die ländliche Bevölkerung fortlaufend vertröstet wurde, anstatt komplett vernachlässigt.
15. Januar 2020

Kommentar zur Ackerbaustrategie 2035

Gerade mal zwei Tage vor der Vorstellung ihrer Ackerbaustrategie teilte Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner mit, dass der vorläufige Selbstversorgungsgrad für Getreide für das Erntejahr 2018 bei 91 % lag. Das heißt die Ernte reichte dürrebedingt erstmals seit 1990 nicht zur Selbstversorgung:

https://www.facebook.com/juliakloeckner/posts/2895979253792967 

Die öffentliche Reaktion darauf bzw. die Empörung, die bei diesem Wert angemessen gewesen wäre, blieb quasi aus. Denn Frau Klöckner versprach gleichzeitig, in ihrer Ackerbaustrategie vielversprechende Lösungsansätze für das Thema Klimaanpassung gefunden zu haben. Doch das lang ersehnte Resultat, das wenige Tage später präsentiert wurde, ist für viele Landwirte mehr als enttäuschend ausgefallen.  
13. Januar 2020

Schäfer in Hessen gehen für mehr Schutz vor Wölfen auf die Straße

Wir unterstützen die Demonstration der Weidetierhalter am kommenden Mittwoch in Wiesbaden.

"Wir brauchen ein aktives #Wolfsmanagement.​ Im vergangenen Jahr hat es in Nord- und Osthessen vermehrt Wolfsrisse gegeben“, sagt Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes. „Vor allem unsere Schafhalter leiden darunter.​ Die von Ministerin Hinz propagierten Herdenschutzmaßnahmen (Zäune und Herdenschutzhunde) sind sehr teuer und arbeitsaufwendig und bieten am Ende doch keinen sicheren Schutz.​ Durch Wolfsrisse entstandene Schäden müssen den Weidetierhaltern in vollem Umfang erstattet werden.​

5. Januar 2020

Interview: Der Wald als deutsche Kulturlandschaft – Wäre Weihnachten für 1,5 Millionen Hessen das Gleiche ohne Tannenbaum?

1,5 Millionen Tannenbäume werden jedes Jahr zu Weihnachten in Hessen gefällt. Doch woher stammen die Christbäume eigentlich und was geschieht mit den Bäumen, nachdem sie ihren glanzvollen Auftritt über die Feiertage hatten? Nur wenige Bürger schlagen ihren Baum selbst und bringen ihn nach der Weihnachtszeit auch selbst zu ausgewählten Sammelstellen – in der Regel liegt diese Aufgabe bei Freiwilligen Feuerwehren, etc. Als logische Konsequenz fehlt vielen Hessen nicht nur das Wissen bzw. Interesse dafür, woher ihr Baum eigentlich kommt. Sie, wie sicherlich auch einige Generationen vor ihnen, haben auch aufgehört zu hinterfragen, weshalb es diese Tradition eigentlich gibt. Sollte bezüglich dieses Brauches in einer Zeit, in der öffentlich so viel über die Bewahrung des Waldes debattiert wird, ein Umdenken stattfinden?
18. Dezember 2019

Höherer CO2 Preis ̶ Familienbetriebe Land und Forst erneuern Forderung nach Prämie für die CO2 Senke des Waldes

Die Familienbetriebe Land und Forst haben vor dem Hintergrund des in der Bund-Länder-Runde vereinbarten höheren CO2 Preises ihre Forderung nach einer Prämie für die CO2 Senke des Waldes erneuert. Wenn der Einstieg für die Tonne CO2 bei nunmehr 25 statt 10 Euro liegt und schrittweise auf 55 Euro erhöht werden soll, dürfe die Honorierung der Ökosystemleistung „CO2-Speicherung“ des Waldes keine Frage mehr sein, so die Verband, hinter dem rund 50.000 Eigentümer, Familienmitglieder und Mitarbeiter stehen. So habe das Land NRW diesen Vorschlag zu Recht auf die bundespolitische Ebene gehoben.
12. Dezember 2019

Wachsendes Stadt-Land-Gefälle: Steht Deutschland vor einer neuen Spaltung?

Auch Hessens Dörfer und ländliche Gemeinden teilen das Schicksal vieler Landstriche in Deutschland, die seit Jahrzehnten ihre jungen Akademiker an die in der Region liegenden Groß- und Mittelstädte verlieren. Das Tragische daran ist, dass die Meisten dieser gutausgebildeten jungen Menschen nicht damit planen, jemals wieder aufs Land zurückzuziehen. Die Kommunen müssen hilflos dabei zusehen, wie ihr Potential abwandert und können der Massenbewegung mangels finanzieller Mittel und attraktiver Arbeitgeber wenig bis gar nichts entgegensetzen.
3. Dezember 2019

Der Haushaltsentwurf für 2020 und der Finanzplan bis 2023 liegen vor – welcher Anteil davon geht in die Rettung unserer Wälder?

Die größte Aufmerksamkeit erfahren im neu vorlegten Haushaltsentwurf und Finanzplan der hessischen Landesregierung die folgenden Schwerpunktbereiche: Bildung, Sicherheit, Digitalisierung, das Thema Schuldentilgung, die Stärkung der Kommunen sowie der Klima- und Umweltschutz. Letzterer soll bis 2023 mit mindestens 900 Millionen Euro unterstützt werden.